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Fernwärme aus verschiedenen Energiequellen

Für die Fernwärmeversorgung in Hennigsdorf setzen wir auf einen Mix verschiedener Energiequellen. Das schafft Flexibilität bei der Wärmeerzeugung und hilft uns, auf veränderte Marktbedingungen zu reagieren. Unter normalen Marktbedingungen basiert unsere Wärmeerzeugung auf vier Säulen: Biomasse (Holzhackschnitzel und Bioerdgas), industrielle Abwärme aus dem Stahl- und Walzwerk, Erdgas und Heizöl.

Hennigsdorfer Fernwärme: Unser Weg zu weniger fossilen Brennstoffen

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Nutzung industrieller Abwärme haben wir die Fernwärmeversorgung in Hennigsdorf über viele Jahre weiterentwickelt.

Ein wichtiger Meilenstein war 2009 die Inbetriebnahme unseres Biomasse-Heizkraftwerks. Dort nutzen wir naturbelassene Holzhackschnitzel aus der Forstwirtschaft und Landschaftspflege der Region. Seit 2012 ergänzt Bioerdgas aus Deutschland unseren Energiemix. Im Heizkraftwerk Eschenallee wird daraus in Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Einbindung industrieller Abwärme aus dem Hennigsdorfer Stahl- und Walzwerk. Bereits 2019 konnten wir die Kohlenutzung in unserer Fernwärmeerzeugung vollständig beenden. Heute setzen wir neben Erdgas und Heizöl auch auf Biomasse, Bioerdgas und industrielle Abwärme.

SWH Strom Grafik Energieträgermix

Unsere Wärmedrehscheibe: Ein wichtiger Baustein der Wärmewende

Die Fernwärmeversorgung in Hennigsdorf verbindet verschiedene Wärmequellen mit einem flexibel steuerbaren Versorgungsnetz. Eine wichtige Rolle spielt dabei unsere sogenannte Wärmedrehscheibe¹.

Sie führt Wärme aus Biomasse, industrieller Abwärme und Solarthermie zusammen und ermöglicht die Einbindung weiterer Wärmequellen. Eine intelligente Netzsteuerung koordiniert die Einspeisung und bedarfsgerechte Verteilung der Wärme. Ergänzend nehmen Wärmespeicher überschüssige Wärme auf und geben sie bei Bedarf wieder ab. So lassen sich Schwankungen bei der Wärmeerzeugung und Verbrauchsspitzen ausgleichen.

Mit diesem Zusammenspiel schaffen wir die Voraussetzungen, um künftig weitere erneuerbare Wärmequellen einzubinden und den Einsatz fossiler Brennstoffe schrittweise zu verringern.

Wärmespeicher sorgen für Flexibilität

Damit schwankend anfallende Wärme aus regenerativen und industriellen Energiequellen zur Verfügung steht, wenn sie gebraucht wird, speichern wir sie in großen Wärmespeichern. Die Wärmespeicher sorgen für einen geringeren Brennstoffeinsatz und schonen unsere Energieanlagen.

1 Gefördert aus Bundesmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen des Verbundprojektes „Wärmedrehscheibe II – Erneuerbare Fernwärme 2020 – das multifunktionale Fernwärmenetz als Wärmedrehscheibe“ nach dem 6. Energieforschungsprogramm „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“

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